Aphorismen

Politphilosoph K. Kracher zur akuten Lage

Kollegin Gentinetta hat die Frage richtig gestellt. Ich interpretiere und ergänze sie mit der Beihilfe von Immanuel Kant (siehe Bild).

Ersetzt der digitale Imperativ den kategorischen Imperativ? Also handle gemäss Kant nicht mehr nur «nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.» Sondern handle so, dass du jederzeit als «Disziplinarindividuum» konform mit der «Normalitätsgesellschaft» übereinstimmst?

Gesetz wird sein, was statistisch die Norm ist? Könnte das aber nicht bedeuten: No Cumulus, no Supercard, no Twitter, no Facebook, no TV? Also dann NEIN zum gläsernen Konsum-Individuum, das schon bald gar kein unteilbares Wesen mehr sein kann? Und wir wären folglich nur noch das, was andere anklicken und mit uns scheinbar teilen?

Na, wie fühlen Sie sich jetzt? Etwas paranoid, nicht wahr?


Nachtrag: Ein Erlebnis Kants von Robert Gernhardt
Eines Tages geschah es Kant, dass er keine Worte fand.
Stundenlan hielt er den Mund, und er schwieg - nicht ohne Grund.
Ihm fiel absolut nichts ein, drum liess er das Sprechen sein.
Erst als man zum Essen rief, wurd' er wieder kreativ,
und er sprach die schönen Worte: «Gibt es hinterher noch Torte?»




Politphilosoph K. Kracher zur akuten Lage

Umfrage: Und was halten Sie von ihm? (Siehe Bild)

Wer also findet die treffsichersten Nomen, Adjektive oder sogar ein paar hübsche Metaphern für ihn, den Freund der französischen Kapitale. Bitte, nutzen Sie dafür die Kommentarspalten.


Kommentare (1)

Herbert Gsell am 04.06.2017 10:43

Donald ist ein schönes Beispiel, was passiert, wenn man den geregelten Genuss von Alkohol durch Selbstliebe ersetzt.